Von Aloisia Spitaler, Darmstadt

DARMSTADT
Der 65. Geburtstag der Societa‘ Dante Alighieri di Darmstadt, der am 30. April 2017 im Prinz-Emil-Schlösschen begangen wurde, fand unter den Mitgliedern großen Anklang, auch die Sonne spielte mit, so dass alle, die kamen, angesichts des herrlichen Parks und des gastlich geschmückten Innenhofes, beides in schönster Frühlingspracht, schon beim Eintreffen unversehens in Festtagsstimmung gerieten.

Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende, Frau Sabine Henninger, erinnerte Herr Professor Dr. Ludger Hünnekens, der Kulturreferent der Stadt Darmstadt, in seiner Laudatio an die Gründungszeit des Vereines und an die Stadt, wie sie sich vor 65 Jahren seinen Bewohnern präsentierte. Das war die Zeit, in der Darmstadt noch nicht gänzlich wieder aufgebaut war. Viele erinnern sich noch an die große grüne Wiese, die Baracken am Luisenplatz sowie längs der Wilhelminenstraße. Geplant und gebaut wurde damals z.B. eine rauchlosen Industriezone. Um jedoch ein kulturelles und geistiges Fundament zu schaffen, wurden zu dieser Zeit auch etliche Institutionen und Vereine gegründet, in denen man sich begegnen konnte und unter vielen anderen war das auch die Geburtsstunde der Dante Alighieri Gesellschaft, vor nun exakt 65 Jahren. Der Laudator wies auch auf den Wert solcher interkulturellen Beziehungen hin und er legte der Festgemeinde nicht nur die deutsch-italienische Beziehungen ans Herz, sondern darüber hinaus auch den zur Zeit eher kriselnden europäischen Zusammenhalt.

Die musikalische Einstimmung übernahm ein Kammermusik-Ensemble, das neben klassischen Harmoniemusiken auch Bearbeitungen und Werke von zeitgenössischen Komponisten im Programm hat.
Das Esemble überraschte den Vorstand übrigens mit einem ganz besonderen Geburtstagspräsent, das sicherlich unserem Mitglied Christian Thomas (Horn) zu verdanken ist: Denn die Gruppe, bisher namenlos, fand, dass ihr der Name AnDante-Esemble sehr gut stehen würde. Für diese hinreißende Geste, sowie die dargebotenen Werke, erntete das Quartett viel Applaus.

Im Anschluss an diesen Kunstgenuss eröffnete die Vorsitzende das Buffet, dessen lukullische Kostbarkeiten „dalla cucina italiana“ einiger absolut fleißiger Damen zu verdanken waren, die Tag und Nacht gearbeitet hatten, um die Gäste in dem sonnigen kleinen Cortile, an festlich gedeckten Tischen zu verwöhnen, was die Mitglieder, sicher auch durch ein gutes Gläschen Prosecco angeregt, recht lebhaft ins Gespräch brachte.

Als musikalischen Ausklang gab es dann erneut eine Überraschung, denn das war das Mandolinenkonzert der Gruppe HPQ aus Apulien, das wir vor geraumer Zeit bereits im Schlossmuseum einmal erleben durften und das damals bereits großen Anklang fand. Im Gepäck hatten die sympathischen „musicisti“ barocke Sonaten, Werke aus der italienischen und deutschen Instrumentalschule des 17. Jahrhunderts aber auch moderne, zeitgenössischer Musik und Arrangements aus uns allen vertrauter Filmmusik. Von tosendem Applaus belohnt, verklang dann das „Funiculi Funicula“, aber auf vielfachen Wunsch gab es noch eine Zugabe, oder sagen wir besser, die Zugabe: „O Sole mio …“ – wie könnte es anders sein.

Der Sprecher des HPQ Hathor Plectrum Quartetts bedankte sich sehr herzlich und wies darauf hin, dass sie ja nun zum zweiten Mal zu Gast wären bei der Societa‘ Dante Alighieri in Darmstadt.
Und zitierte dann ein bekanntes italienisches „Proverbio“: „NON C’E DUE SENZA TRE !!!“ Ja, alle Anwesenden waren sich darin schnell einig: „klar, aller guten Dinge sind drei !!!“

Es war ein herrlicher Tag, dieser 65. COMPLEANNO der Societa‘ Dante Alighieri mit der Möglichkeit von intensiven Begegnungen und lebhaftem Austausch zwischen den Mitgliedern und er gipfelte noch in einem finalen Highlight: nämlich einem italienischen Espresso von Dario Ferrarese und den DOLCI der kreativen Süsspeisen-Köchinnen, che lusso!!!

 

Mille GRAZIE, vielen Dank, dem Vorstand, aber auch all den fleißigen Helfer/innen,
die zum Gelingen dieses wunderbaren Festes beigetragen haben !!!

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