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Vortrag Stadt und Fluss im Mittelalter – Wasserbau in Rhein- und Pogebiet im Vergleich

28. Oktober um 19:30 - 21:00

Wasser hat in der Geschichte der Menschheit zahlreiche Funktionen erfüllt: zum Beispiel als Energiequelle, Transportweg oder Lebensmittel. Um diese Rolle zu spielen, müssen verschieden Gesellschaften und politische Strukturen unterschiedliche Umgangsweisen mit Wasser entwickeln. In diesem Vortrag werde ich über die Beziehung zwischen Städten und Wasser zwischen Hoch- und Spätmittelalter an vier Beispielen sprechen: Reggio Emilia und Turin in der Poebene und Köln und Straßburg im Rheingebiet.
Ausgangspunkt meiner Analyse (der auch die zeitlichen Grenzen dieses Vortrags definiert) wird deswegen eine wichtige politische Veränderung sein: das Auftauchen der städtischen Autonomien in Europa, die politische und soziale Umstände tiefgreifend änderten. Europa erfährt im Hochmittelalter eine ‚嗅ommunale Revolution‘・ welche die Entwicklung von Formen städtischer Selbstregierung mit sich bringt. Die Städte sind auch bestrebt, die Regierung ihres Umlandes zu beeinflussen. Die Geschichtsschreibung sieht noch Italien als den Modellfall der Entwicklung städtischer Autonomie und des großen Einflusses der Städte auf die Verwaltung des Umlandes. Wir müssen uns aber präsent halten, dass andere Regionen Europas nicht nur ebenfalls städtische Selbstregierung, sondern auch neue Interaktionen zwischen Städten und Landschaften entwickelt haben. Die Forschung über städtische Regierungen und ihren Einfluss auf den Umgang mit Wasser wird uns auch neue Perspektiven über die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt eröffnen.

Michele Campopiano studierte Geschichte an der Scuola Normale Superiore von Pisa, wo er sich mit einer Studie über Guidos von Pisa Liber Guidonis compositus de variis historiis promovierte. Er hat an Universitäten in Italien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien gelehrt und geforscht und leitete von 2012-2016, zusammen mit Guy Geltner, das NWO-Projekt Cultural memory and identity in the Late Middle Ages: the Franciscans of Mount Zion in Jerusalem and the representation of the Holy Land (1333-1516). Er ist Associate Professor an der Universität York und seit September 2018 mit einem Humboldt-Stipendium für erfahrene Wissenschaftler Gastwissenschaftler an der TU Darmstadt, wo er ein Forschungsprojekt über Stadt und Fluss im Mittelalter: Wasserbau in Rhein- und Pogebiet im Vergleich (ca. 1300-1550) durchführt.

Details

Datum:
28. Oktober
Zeit:
19:30 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Società Dante Alighieri        Comitato di Darmstadt e.V.
Telefon:
0173-6162980
E-Mail:
info@dante-darmstadt.de
Website:
http://www.dante-darmstadt.de/

Veranstaltungsort

Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
Karolinenplatz 3
Darmstadt, 64289 Deutschland
Website:
https://landesarchiv.hessen.de/