Vorträge

Vorträge zu historischen aber auch zeitgenössischen Aspekten der Kunst, Architektur, Literatur, Geschichte, Musik und Politik des Landes bilden einen Schwerpunkt unserer deutsch-italienischen Kulturarbeit. Unsere Referenten sind Experten auf ihrem Gebiet und halten seit vielen Jahren bundesweit Vorträge.


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Il ritratto di potere: Rubens a Genova – Referent: Dr. Davide Dossi

5. Oktober um 19:30 - 21:30

Il nome di Peter Paul Rubens è saldamente legato alla città di Genova, nella quale sostò più volte nel corso del suo soggiorno italiano (1600-1608). Vi fu sicuramente nel 1604 di ritorno dalla Spagna (dove aveva svolto per il suo principale committente, il duca di Mantova, incarichi di natura diplomatica) e poi, a varie riprese, fino al 1607. Il pennello sensuale e vigoroso di Rubens, nutrito degli esempi veneziani studiati nell’Italia del nord, incantò l’aristocrazia genovese, che era dotata di immensi patrimoni pecuniari ed era desiderosa di investire in arte. Nacquero così alcuni dei più celebri ritratti della storia dell’arte occidentale, come la  Marchesa Brigida Spinola Doria (Washington, National Gallery of Art). A questi dipinti di rappresentanza si aggiunsero anche pale per alcune chiese di Genova e opere per i palazzi signorili di soggetto mitologico.

Rubens ebbe anche l’occasione di studiare i fastosi palazzi della città. Nel 1622 pubblicò „I Palazzi di Genova“, volume corredato da incisioni con lo scopo di far conoscere nelle Fiandre (dove si trasferì nel 1608) la bellezza degli edifici genovesi.


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Rote Häuser am Straßenrand Geschichte und Architektur der italienischen „Case Cantoniere“ – Referentin: Karen Ehlers, Genua

26. Oktober um 19:30 - 21:30

Der Bau von Straßen ist eine zivilisatorische Leistung, ohne die unsere Geschichte und Kultur nicht denkbar wäre. Er ermöglicht das Reisen von Menschen und damit den Erfahrungs- und Wissensaustausch, den Transport von Gütern und damit Ausgleich von Versorgungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Entwicklung.  Mit dem Bau ist es aber im allgemeinen nicht getan, die Straßen müssen auch instand gehalten werden.

In Italien wurde, um diese Aufgabe handhabbar zu machen, bereits im 19. Jahrhundert die Straße in  cantoni  eingeteilt. Einem Cantone wurde jeweils ein Cantoniere zugeteilt, der für die Instandhaltungsarbeiten dieses Straßenabschnittes zuständig war und in einer an dieser Straße gelegenen Casa Cantoniera wohnen sollte.

Die meisten der Case Cantoniere wurden am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Mit ihrer regionalspezifischen Architektur waren sie bis vor 20 Jahren Teil der italienische Alltagskultur und ein frühes Beispiel für Corporate Design.


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Der heilige Franziskus und seine Bildlegenden – Referent: Dr. Andreas Thiel

23. November um 19:30 - 21:30

Der ‚Franziskus‘-Vortrag beinhaltet vor allem die Vita des Heiligen und seine Altarbilder, von den ersten Darstellungen aus dem mittleren 13. Jhd. (Assisi, Subiaco, Pisa, Florenz) über die ersten Zyklen (Franziskusmeister in der Unterkirche) bis zu Giotto in Unter- und Oberkirche von Assisi.

Giottos Bilderfindungen um 1300 haben für lange Zeit Gesetzeskraft, erst die Frührenaissance löst sich um 1460 mit Gozzoli (Monfalcone) und um 1480 mit Ghirlandaio (Florenz) von diesen Vorgaben. Ab 1500 tritt mit Raphael Franziskus gleichberechtigt neben die Heiligen der Urkirche und der Kirchengeschichte, die Ikonographie der Vita aber erlahmt.

Ein kunsthistorischer, nicht theologischer Bilderreigen zur mittelitalienischen Malerei zwischen 1240 und 1520.


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Die Körpersprache der Italiener. La gestualità degli Italiani.

30. November um 19:30 - 21:30

Mario Parisi stellt sein neues Buch vor. Es beinhaltet über 130 Gesten, die Italiener in der alltäglichen Interaktion benutzen. Mit 230 Fotografien und einem lebendigen und leicht verständlichen Schreibstil zielt es darauf ab, die Kenntnis der Gesten zu vermitteln.

Einige der schönsten und witzigsten Gesten wird er uns an diesem Abend natürlich persönlich vorstellen.