
Über zweieinhalb Jahrtausende haben sich immer neue Mächte Siziliens bemächtigt. Sie alle haben die größte Insel des Mittelmeers, an der strategisch wichtigen Schnittstelle zwischen Nord und Süd und zwischen Ost und West, mit ihren kulturellen Hinterlassenschaften nachhaltig geprägt. So trugen Griechen, Karthager, Byzantiner, Araber, Normannen, Staufer, Aragonesen und Bourbonen zu einer einzigartigen Mischung bei, die zur kulturellen Identität eines Landes und seiner stolzen Bevölkerung amalgierte. Der Vortrag gibt anhand herausragender Bauwerke einen Überblick über die wichtigsten geschichtlichen Entwicklungen und ordnet die Baudenkmäler in diese Zusammenhänge ein.
Unser Referent: Ulrich Forster ist 1967 in Würzburg geboren. Nach dem Abitur hat er eine Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer absolviert, bevor er dann in Nürnberg an der der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Bildhauerei und Kunstgeschichte studiert hat.
Viele Jahre hat er als freischaffender Künstler gelebt, hat seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt und Skulpturen für den privaten und öffentlichen Raum entworfen und ausgeführt. Von 2009 bis 2014 leitete er regelmäßig Bildhauerkurse im Siebengebirge bei Bonn.
Seit einigen Jahren nimmt nun die theoretische Beschäftigung mit Kunst und Kultur einen immer wichtigeren Raum ein. Dabei kommt ihm seine intensive Beschäftigung mit den unterschiedlichsten Kunstgattungen – neben der bildenden Kunst vor allem auch der Musik und der Literatur – zugute. Sein besonderes Bemühen ist es, Wege zu finden, um anspruchsvolle Themen der europäischen Hochkultur einem allgemein gebildetem Publikum auf eine Weise näher zu bringen, die weder allzu spezialwissenschaftlich mühsam ist noch die Komplexität der Zusammenhänge verflacht und die sowohl lehrreich als auch unterhaltsam sein soll.
2010 hat er ULRICH FORSTER KUNSTREISEN gegründet und organisiert und führt seitdem Kunstreisen im In- und Ausland.